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Pressler GmbH

Planung und Bauforschung

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Statistische Prüfmethoden

 

Das Auffinden von Synchronlagen geschieht heute mit Hilfe von Rechnerprogrammen. Gegenüber den grafischen Vergleichstests am Leuchttisch aus der Anfangszeit der Dendrochronologie bedeutet der Einsatz moderner Computer und Programme eine erhebliche Arbeitszeiteinsparung. Die allgemein üblichen mathematisch, statistischen Prüfmethoden bei Synchronanalysen werde hier kurz beschrieben.


Korrelationswert

Der Korrelationswert r oder Korrelationskoeffizient gibt Auskunft über die Abweichung vom Mittelwert zwischen den Jahrringbreitenwerten der zu untersuchenden Probe einerseits und dem Vergleichsmaterial einer Mittelwertkurve andererseits. Dabei bedeutet der Wert 1 eine absolute Übereinstimmung ( praktisch nicht möglich ), 0 eine indifferente Lage und -1 eine absolute Gegenläufigkeit (ebenfalls praktisch nicht möglich). So beschreibt der Wert 0,5 eher eine gute Synchronlage als der Wert 0,4. Doch erst im Zusammenhang mit Jahrringanzahl und einer Ermittlung des sog. t-Wertes kommt man zu einer allgemein verständlichen und qualitativ bewertenden Aussage, die als statistische Absicherung u a. in Prozent-Punkten ausgewiesen wird. So sollten Werte unter 99% als zu unsicher verworfen oder eindeutig gekennzeichnet werden. 99,99% dagegen bedeutet eine hohe Absicherung bzw. Wahrscheinlichkeit, dass die gefundene Synchronlage auch der tatsächlichen entspricht. Eine 100%ige Absicherung ist aus methodischen Gründen nicht möglich. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich auf Wikipedia.


Übereinstimmung

Der sog. Gleichläufigkeitswert (GL) fand als Prüfmethode zuerst Eingang in die Dendrochronologie. Er gilt als Maßstab für die lineare Ähnlichkeit zwischen einer Mittelwertkurve und der zu untersuchenden Probe. Der x/n-Wert und der Gleichläufigkeitswert unterscheiden sich nur in der mathematischen Schreibweise. Die qualitative Einschätzung der Werte ist vergleichbar denen des Korrelationswertes.


Datierungsindex

Der Datierungsindex (D) - zuerst eingeführt durch D. Eckstein - stellt eine Kombination aus x/n-Wert (bzw. GL-Wert) und Korrelationswert dar. Beide Werte werden miteinander in einem bestimmten Verhältnis gewichtet. Der Wert ≥100 weist einer gefundenen Synchronlage eine gute Absicherung zu.

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Mit einem Korrelationswert von r = 0,744 entsprechend einem t-Wert von 17,2 und einem Index von 462,296 erreicht dieser Vergleichstest eine ungewöhnlich hohe Absicherung (≥ 99,995%), was sich durch einen optischen Vergleich nicht unmittelbar erschließt.



 Projekte / Aktuelles



Besuch aus Köln:

Die Mitarbeiter des Dendro-labors der Universität Köln
vom 15.-16.07. 2013
zu Gast im Emsland.
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FR, Normandie: Zimmerei-Workshop auf Château de Gaillon, 25.05. - 02.06.2013.

Weitere Dendrodatierungen
in der Normandie.

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Tag des offenen Denkmals:

08. und 09. Sept. 2012

Eine Tondiaschau erläutert ausführlich die Methode der Dendrochronologie

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NL, Schoonebeek - südliche Drenthe: Eine systematische Erfassung der historischen Bausubstanz

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DE, Frieslands romanische Kirchen: Reihenunter-
suchungen an Dachwerken

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NL, 's-Hertogenbosch: Lassen sich Stadtbrände mit Hilfe der Dendrochronologie räumlich genauer eingrenzen?

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FR, Normandie: Grangienbau nach dem 100-jährigen Krieg

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NL, Terborg: Archäologen legen ein großes mittel-alterliches Siedungsareal frei

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RO, Rumänien: Mittelalterliche Zimmerungstechniken geben Rätsel auf

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